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Coronavirus - die These der Panspermie
(zu alt für eine Antwort)
Thomas Eichel
2020-03-07 12:19:22 UTC
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"Die Hypothese der Panspermie ​/⁠panspɛrˈmiː⁠/​ (altgriechisch
πανσπερμία panspermía, von πᾶν pãn „alles“ und σπέρμα spérma „Samen“;
dt. so viel wie „All-Saat“) besagt, dass sich einfache Lebensformen
über große Distanzen durch das Universum bewegen und so die Anfänge des
Lebens auf die Erde brachten. Ihre Vertreter versuchen damit, dem nach
ihrer Auffassung bestehenden Widerspruch zwischen der hohen Komplexität
des Lebens auf der einen Seite und der vergleichsweise kurzen Zeit für
seine Entstehung auf der anderen Seite zu begegnen. Von den meisten
Wissenschaftlern wird die Panspermie jedoch bisher als reine
Spekulation betrachtet, da bislang nur auf der Erde Leben nachgewiesen
werden konnte."

Solange etwas nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist, gilt der
konservative Konsens der wissenschaftlichen Akademie, meint Wikipedia?
So wie damals bei der Plattentektonik und bei der Relativitätstheorie?

Wickramasinghe ist Spezialist für interstellaren Staub. Er publizierte
erstmals 1974 die Theorie, dass interstellarer Staub und der Staub in
den Schweifen von Kometen überwiegend organisch seien, was bisher nicht
bestätigt werden konnte. Allerdings wurde die Existenz organischer
Materialien in immer komplexerer Form im interstellaren Staub seitdem
vielfach bestätigt. Wickramasinghe trug damit zusammen mit Hoyle zur
Entwicklung der Theorie um die (Pseudo-)Panspermie bei. Zusammen mit
Fred Hoyle bekam er die „International Dag Hammarskjold Gold Medal for
Science“ 1986.

https://de.wikipedia.org/wiki/Chandra_Wickramasinghe

"bisher nicht bestätigt werden konnte. Allerdings..." Die beiden haben
einen wissenschaftlichen Preis bekommen, aber de.wiki nennt es trotzdem
Pseudowissenschaft.

"Ein Argument gegen die Panspermie besagt, dass keine Lebensformen
unter den Bedingungen des Weltraums, das heißt vor allem im Vakuum, bei
Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt und unter den hohen
Belastungen durch UV-Strahlung und kosmische Strahlung, überleben
können. Selbst im Inneren von größeren Körpern, wo die kosmische
Strahlung weitgehend abgeschirmt ist, sollte DNA durch die Strahlung
radioaktiver Elemente, die in geringer Menge in jedem natürlich
vorkommenden Gestein vorhanden sind, über längere Zeiträume zerstört
werden.

Es gibt jedoch Hinweise, dass Bakterien unter diesen Bedingungen
längere Zeit überleben können:"

Ja, was denn jetzt? Ja oder nein?

"Mit Hoyle vermutete er nicht nur den Ursprung des Lebens (auf der
Erde), sondern auch den Ursprung von einigen Infektionskrankheiten im
Weltall, speziell in Kometen, die nach Hoyle und Wickramasinghe
Überbleibsel der Bildung der äußeren Planeten Uranus und Neptun sind.
Im Mai 2003 schrieb er einen Leserbrief an die medizinische
Fachzeitschrift The Lancet (mit Milton Wainwright, Jayant Narlikar), in
denen sie einen extraterrestrischen Ursprung von SARS vermuteten."

Und diese These ist den "Skeptikern" von de.wiki wohl zu
unkonventionell und zu innovativ, also muß es natürlich
Pseudowissenschaft sein?

---

In den späten 1990er Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden
einige Überlegungen angestellt, die den Transport nicht zwischen
Planetensystemen, sondern nur zwischen benachbarten Planeten
untersuchen. Dieser Vorgang wird Transspermie (engl. transpermia)
genannt. Auch diese Form der Panspermie gilt als spekulativ, wird
jedoch als Möglichkeit wesentlich stärker in Betracht gezogen als die
oben angesprochene Panspermie im weiteren Sinne.

...

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts arbeiten nur wenige Menschen
systematisch an der Theorie der Panspermie, auch wenn sie von vielen
Wissenschaftlern und Institutionen wie der US-amerikanischen
Raumfahrt-Organisation NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt (DLR) nicht grundsätzlich abgelehnt wird. Insbesondere die
Transspermie-Hypothese in Bezug auf Erde und Mars wird zumindest als
Möglichkeit in Betracht gezogen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Panspermie

Was sind das nur für Autoren, die Indizien ignorieren und innovative
Wissenschaft pauschal in die pseudowissenschaftliche Ecke schieben,
wenn sie nicht ins eigene evolutionäre Weltbild paßt?
noebbes
2020-03-07 13:20:41 UTC
Permalink
Am 07.03.2020 um 13:19 schrieb Thomas Eichel eine Menge dummes Zeug:

Bist Du mit dem seltsamen Ciesla verwandt?
Dr Engelbert Buxbaum
2020-03-25 17:12:30 UTC
Permalink
Post by Thomas Eichel
"Ein Argument gegen die Panspermie besagt, dass keine Lebensformen
unter den Bedingungen des Weltraums, das heißt vor allem im Vakuum, bei
Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt und unter den hohen
Belastungen durch UV-Strahlung und kosmische Strahlung, überleben
können. Selbst im Inneren von größeren Körpern, wo die kosmische
Strahlung weitgehend abgeschirmt ist, sollte DNA durch die Strahlung
radioaktiver Elemente, die in geringer Menge in jedem natürlich
vorkommenden Gestein vorhanden sind, über längere Zeiträume zerstört
werden.
Es gibt jedoch Hinweise, dass Bakterien unter diesen Bedingungen
längere Zeit überleben können:"
Ja, was denn jetzt? Ja oder nein?
-Fundamental löst die Panspermie-Hypothese nicht die Frage nach dem
Ursprung des Lebens, sie verschiebt sie nur.
- Trotzdem kann eine solche Idee, auch wenn sie nicht bewiesen oder auch
nur beweisbar ist, fruchtbare Diskussionen anregen und deshalb
preiswürdig sein. Mitchel z.B. hat den NP für die chemiosmotische
Hypothese ja ausdrücklich nicht bekommen, weil das zum damaligen
Zeitpunkt schon bewiesen war (man hat sich auf Konferenzen um dies
Hypothese sogar geprügelt); vielmehr weil diese Hypothese so fruchtbar
war und Experimente angeregt hat.
- Die Entfernungen im Weltall sind so groß, daß ein Staubpartikel mit
Lebensformen von einem Sonnensystem zum nächsten nicht nur "längere
Zeit" unterwegs wären, sondern "ganz, ganz lange". Ob das überlebbar
wäre, ist zumindest zweifelhaft.
- Die großen Entfernungen bewirken auch eine Verdünnung solcher Leben-
tragenden Partikel, die Häufigkeit mit der sie auf die Erde kommen,
dürfte mit dem Quadrat der Entfernung Erde-Quelle abnehmen.
- Auch die Zeiträume sprechen gegen die Panspermie-Hypothese. Nach dem
Urknall mußte sich erst einmal Materie (H2 und He) bilden, diese mußten
in Sternen der ersten Generation zu schwereren Elementen fusionieren,
durch Supernovae im Weltall verteilt werden, Sternsysteme der zweiten
Generation mit Planeten bilden, und dann mußte Leben evolvieren. Wenn
das Leben auf der Erde von einem anderen Planeten kam, würde dies
zumindest eine weitere Sternengeneration erfordern. Dafür dürften dann
aber 13 Milliarden Jahre etwas knapp sein.

Aus all diesen Gründen bezeichnen die meisten Wissenschaftler Panspermie
als irgendwie faszinierende, aber unbewiesene (und vermutlich auch
unbeweibare) Idee, deren Warscheinlichkeit, korrekt zu sein, gegen Null
strebt.
--
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